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Das rechte Moldauufer – das Rašínovo nábřeží mit regem Schiffsverkehr. Im Hintergrund von links: die Jirásek-Brücke, der Šítkovská-Wasserturm vor dem Gebäude Mánes und das Tanzende Haus. | Foto: Diego F. Parra, Public domain, www.pexels.com.
Veröffentlicht: 01. 05. 2024 | Autor: admin.
Prag bereitet sich bereits auf den Ansturm der Touristen vor, und die Uferpromenade am Rašínovo nábřeží mit zahlreichen Booten gehört zu den meistbesuchten Orten. Doch auch der rechte Moldauuferabschnitt vom Hlávka-Brücke in Richtung Zentrum bietet einen großartigen Spaziergang.
Auf Karte Nr. 1 ist die Route eingezeichnet. Die nummerierten Punkte haben keine Bedeutung – sie dienen lediglich dazu, den Verlauf durchgehend entlang der Moldau zu sichern. Andernfalls neigt maps.cz dazu, den Weg auf die Straße oberhalb der Promenade oder noch weiter weg zu verlegen.
Die Route kann bereits an der Libeň-Brücke beginnen. Sie führt am Wasser entlang, aber in der Hälfte dieses erweiterten Abschnitts muss man ein wenig die unattraktive Betonmischanlage umgehen. Alternativ kann man auch an der Fußgängerbrücke bei Štvanice starten (diese ist in der Luftbildkarte von maps.cz noch nicht verzeichnet), und von dort aus steht die Betonmischanlage nicht mehr im Weg.
Dank der neuen Brücke (Punkte 4 und 5 auf Karte Nr. 2) kann man den Weg zum Startpunkt der Hauptstrecke auch über die Insel Štvanice abwechslungsreicher gestalten – entweder entlang des Wassers und der Tennisplätze oder rund um das zentrale Tennisstadion. Es gibt mehrere Möglichkeiten.
Egal, ob Sie den Hauptstartpunkt über die Libeň-Brücke oder die Štvanice-Fußgängerbrücke erreichen und ob Sie die Insel Štvanice einbeziehen oder nicht – Sie werden auf jeden Fall unter dem Negrelli-Viadukt hindurchgehen.
Die komfortablere Promenade beginnt jedoch erst an der Hlávka-Brücke und verläuft entlang des Těšnov-Tunnels mit dem Verkehrsministerium der Tschechischen Republik dahinter. In der Zeit des Totalitarismus wurde der Tunnel „Husáks Stille“ genannt. Von den Letná-Gärten auf der anderen Seite der Moldau „blickt“ das Restaurant des Brüsseler Pavillons auf Sie herab.

Der tschechoslowakische Pavillon (bzw. das Restaurant) der Weltausstellung 1958 in Brüssel, versetzt in die Letná-Gärten. | Foto: Miroslava Fišerová – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org.
Zur Zeit des früheren Regimes gehörte dieser Abschnitt entlang der Moldau nicht zu den besonders frequentierten Orten. Es gab kaum zusammenhängende attraktive Angebote. Zu den bekanntesten Orten zählte eigentlich nur das Botel Albatros. Doch das hat sich längst geändert. Es gibt hier mehrere Imbissstände, schöne Plätze zum Sitzen und sehenswerte Ausblicke.

Botel Albatros ze Štefánikova mostu. | Foto: ŠJů – vlastní dílo, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.Das Botel Albatros von der Štefánik-Brücke aus gesehen. | Foto: ŠJů – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.

Das Botel Albatros hat derzeit einen neuen Anstrich. | Foto: admin.
Neben Restaurants findet man hier auch den Anleger Na Františku, danach folgt der Anleger an der Čech-Brücke, wo in großen Blumentöpfen Palmen wachsen. Diese wirken als Dekoration in Prag zwar etwas exotisch und eigenartig, aber offenbar gedeihen sie hier gut. Die Wasserfläche der Moldau, die Prager Burg und der Petřín-Turm in der Ferne – und Palmen am Ufer.
Von der Ludvík-Svoboda-Uferstraße geht man hier unbemerkt in die Dvořák-Uferstraße über, und am anderen Ufer sieht man die Rückseite des Amtes der Regierung der Tschechischen Republik.
Wenn man weitergeht, gelangt man zum Jan-Palach-Platz mit dem bekannten Rudolfinum, der traurigen Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität und dem Gebäude der Kunstgewerbeschule (UMPRUM).
Und hier endet die Orientierungshilfe.
Video
Ziel dieses Artikels ist es nicht, alle Sehenswürdigkeiten entlang der Route aufzuzählen oder zu beschreiben. Diese kann letztlich jeder auch selbst auf der Karte finden – je nach Interesse und Zeit – und eventuell besuchen. Vielmehr soll gezeigt werden, dass man sehr lange dem Moldauufer folgen kann, teilweise direkt an der Promenade, ohne die Schönheiten Prags zu verpassen. Man kann sogar Orte zum Ausruhen und Verweilen direkt am Wasser (oder auf dem Wasser) finden, sich ins Gras legen, Liebesschlösser am Zaun entdecken, unerwartete Unterhaltung mit kleinen Musikdarbietungen erleben, durch die Arkaden vom Křižovnické-Platz zur Novotného-Fußgängerbrücke spazieren und ungewöhnliche Boote auf der Moldau, historische Fahrzeuge auf der Straße oder Pferdegespanne sehen. All das ist auch kurz im Video zu sehen, das vor der Slawischen Insel mit dem Žofín-Palais endet.
Wer dem Moldauufer weiter folgt, gelangt zum Rašínovo nábřeží mit seiner belebten Promenade und mehreren Anlegestellen – und nicht nur diesen. Man kann sich hier auch einschiffen und bis nach Slapy (bzw. Třebenice unterhalb des Slapy-Stausees), zum Prager Zoo oder bis nach Mělník fahren lassen.
Vielleicht motiviert Sie der Artikel zu einem Ausflug oder Spaziergang, der weder anstrengend noch lang ist und Ihnen einen Vormittag, Nachmittag oder sogar den ganzen Tag verschönern kann – je nachdem, wie und von wo nach wo Sie ihn gestalten. Noch bevor das Zentrum Prags von Touristenmassen überflutet wird. Ab Ende Mai sollten Sie damit rechnen, dass die Route kurz durch die Křižovnická-Straße führt und eine stark frequentierte Touristenroute vom Karlsbrücke zur Karlova-Straße kreuzt. Der Andrang in diesem Teil Prags kann dann mitunter kaum auszuhalten sein.
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(Dauer des Videos: 3:08)
Pravý břeh Vltavy v centru Prahy
Wettervorhersage für das Ausflugsgebiet
Das gemeinsame Ziel/der gemeinsame Start beider Routen liegt genau in der Mitte der Karte.
Schwierigkeitsgrad
Die Route verläuft eben und ist auch für Kinder und Senioren geeignet.
Bei gutem Wetter kann es während der Hauptreisezeit stellenweise mehr Besucher in Prag geben (vor allem in der zweiten Hälfte der Strecke). Manchmal entspannen sich hier auch die Einheimischen.